Bio-Sphäre
Ökodesign | Nachhaltiges Bauen
Die Philosophie
In den ersten Jahren meiner Ausbildung durchlebte ich eine Berufskrise.
Ich dachte sogar daran, den Beruf zu wechseln.
Als ich meine ersten Hobelstriche an einem schönen Tannenbrett machte, entdeckte ich die sinnliche und geheimnisvolle Freude an der Holzbearbeitung. Doch gleichzeitig stellte ich fest, dass es mir auch wehtat.
Derselbe Baum, den ich auf meinen Waldspaziergängen mit so viel Freude betrachtet hatte, lag nun zerfallen in meinen ungeschickten Händen.
Zum Glück hat meine Qualen eine Antwort erhalten, die mich beruhigt hat.
Dieser Ansatz leitet mich auch heute noch in meinem Handeln.
Der schöne Beruf des Möbelschreiner, der nach allen Regeln der Kunst ausgeübt wird, ermöglicht es uns, das Material zu sublimieren.
Unser edles Material bleibt lebendig, selbst nachdem es den harten Schlägen unserer Werkzeuge ausgesetzt war.
Es ist daher unsere Aufgabe, den Bäumen, die wir verarbeiten, die gebührende Ehre zu erweisen.
Das ist unsere Pflicht und unsere Verantwortung.
Das Engagement
Unser Know-how gibt uns die Möglichkeit, Werke zu schaffen, die die Jahrhunderte überdauern und vielen Generationen dienen können.
Ich habe Aimanuel® gegründet, um dieser Philosophie gerecht zu werden und sie konkret in die Praxis umzusetzen.
Die Philosophie ist einfach: Werke herstellen, die für die Ewigkeit bestimmt sind, und dabei die Natur respektieren.
Wenn man ehrlich ist, ist die Umsetzung heute komplexer: Es sind Abwägungen und Kompromisse erforderlich.
Die traditionellen Verfahren funktionierten in kurzen, lokalen und nachhaltigen Kreisläufen, basierend auf natürlichen und biobasierten Produkten.
Allerdings erforderten sie auf lange Sicht auch viel Pflege und Wartung.
Unsere heutige Lebensweise verlangt Effizienz und Leistung; das Zeitverständnis ist nicht mehr dasselbe.
Ich verpflichte mich dazu: Ohne jemals Abstriche bei Qualität und Nachhaltigkeit zu machen, werde ich stets die Lösungen bevorzugen, die für unseren Planeten am vorteilhaftesten sind.
Das echte Holz von Schweizer Bäumen
Die Aimanuel®-Werke werden aus Holz gefertigt, das mit größter Sorgfalt ausgewählt wurde.
Die Herkunft ist ein grundlegendes Kriterium: Ich bevorzuge möglichst kurze Kreisläufe.
Ich wähle die schönsten einheimischen Holzarten aus, die in der Region gefällt und zersägt werden.
Die traditionelle Berücksichtigung der Jahreszeiten und der Mondzyklen bei der Holzverarbeitung ist ebenfalls ein Garant für Nachhaltigkeit.
Das Atelier Aimanuel® ist Schweizer Holz-zertifiziert.
Dieses vom Bund anerkannte Label garantiert, dass das Holz in der Schweiz gefällt und verarbeitet wurde.
Seine strikte Beschreibungsliste integriert die des «Swissness», die die Bezeichnung «Swiss Made» vorbestimmt.
Für Platten und Holzwerkstoffe ist nicht immer 100 % Schweizer Holz verfügbar.
Der entscheidende Kriterium ist dann die PEFC- oder FSC-Zertifizierung.
Diese beiden Labels belegen, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.
Die wertvollsten Hölzer stammen oft aus exotischen Ländern: Selbst mit gültigen Zertifikaten ist ihr Transport mit großem Aufwand verbunden.
Ich habe mich daher entschieden, ihren Gebrauch so weit wie möglich zu vermeiden.
Edle Hölzer aus der Region bergen viele Schätze: Aimanuel® wird ihnen gerecht.
Kreativität trotz allem
Ich verwende jedoch auch exotische Holzarten, allerdings in sehr geringen Mengen.
Dafür nutze ich Hölzer, die größtenteils aus Restbeständen stammen.
Es handelt sich um Holzabfälle, also um Reste, die nach dem Zuschnitt übrig bleiben.
Ich hole sie bei Kollegen und Partnerunternehmen aus der Region ab.
Auf diese Weise können ungleichmäßige Holzstücke gerettet werden, deren Lagerung unrentabel ist.
Sie wären wohl als Brennholz verbrannt worden.
So trage ich dazu bei, den gefällten Baum bestmöglich zu verwerten und Verschwendung zu vermeiden.
Außerdem verfüge ich über einen umfangreichen Vorrat an Furnierholz, darunter auch einige exotische und wertvolle Holzarten.
Diesen habe ich im Laufe der Zeit und auf meinen Reisen aufgebaut, indem ich alte Werkstätten ausgeräumt habe.
Dieser Vorrat ermöglicht es mir, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, ohne meine Grundsätze zu verraten.
Das Holz der Balafons
Getreu der Tradition fertigt Claude Luisier die Klangstäbe seiner Balafons aus afrikanischen Hölzern.
Die wichtigsten sind: Padouk (Pterocarpus Soyauxii) und Pao rosa (Swatzia Fistuloides).
Beide sind exotische Holzarten, die heute unter Naturschutz stehen.
Claude Luisier hat vor 40 Jahren einige Lagerbestände davon erworben, die noch immer in aller Ruhe in einer Scheune trocknen.
Wenn dieser Vorrat aufgebraucht ist, wird unsere Kreativität erneut angeregt, um Alternativen zu finden.
Wir haben bereits erste Anhaltspunkte; Ideen fehlen nicht; die Experimente laufen.
Unsere Leitlinie ist klar: genauso richtig für das Ohr und noch richtiger für den Planeten.
Kalebassen werden schon lange nicht mehr aus Afrika importiert.
Claude hat ein Werkstattgeheimnis entwickelt, um sie selbst aus (fast) 100 % natürlichen Zutaten herzustellen.
Was die Rahmen angeht, so sind bei diesen kleinen Teilen allen Fantasien erlaubt.
Für mein neuestes kleines Balafon mit 13 Klangstäben – genannt „Kirikou“ – haben wir eine Mahagoni-Tischplatte eines Tischlers wiederverwertet.
Sie war bereits mehrere Jahrzehnte alt und wurde so vor den Flammen gerettet.
Die Chemie
Ich vermeide soweit wie möglich alle Chemikalien, wenn natürliche und qualitativ hochwertige Alternativen verfügbar sind.
Die Klebstoffe, die ich verwende, sind meistens sogenannte Vinylklebstoffe, die auf Wasserbasis sind und keine Lösungsmittel enthalten.
Ich verwende aber auch die traditionellen Knochen- und Hautklebstoffe der Kunsttischler.
Natürlichere, wenn auch weniger vielseitige, sie eignen sich jedoch nicht für einen veganen Ansatz.
Was die Oberflächenbehandlung angeht, so verwende ich hauptsächlich natürliche Öle und Wachse.
Beispielsweise Leinöl, Bienenwachs und Carnaubawachs, in verschiedenen Verhältnissen miteinander gemischt.
Sie bieten hervorragende Lösungen, um Umweltqualität und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.
Ich verwende auch sehr gerne Schellack, der vollkommen natürlich ist.
Sie stammen aus dem Sekret einer asiatischen Cochenille und werden einfach mit reinem Alkohol verdünnt.
Er bildet die Grundlage für die berühmte Französiche-Schelllackpolitur der ehemaligen Tischlermeister.